Chelonoidis nigra

 

Das Galapagos-Archipel liegt 1000km entfern von der Küste Ecuadors. Es besteht aus 13 größeren und mehr als 50 kleineren Inseln. Sie gehören zum Staatsgebiet von Ecuador. Das Archipel entfernt sich jedes Jahr um etwa 7 cm von seinem Entstehungsort.

Der Name Galapagos stammt aus dem spanischen Namen der Insel ,,Insulae de los Galopegos", die Insel der Schildkröten.

Entstanden sind die Inseln durch Ausbrüche von Unterwasservulkanen die dadurch rasch bis zum Meeresspiegel anwuchsen. Die Ältesten sind über 4 Millionen Jahre alt, die jüngsten etwa 500.000.

Die Vegetation ist in Zonen eingeteilt und sehr unterschiedlich:

-In der Küstenzone gedeihen an steinigen, geschützten Abschnitten verschiedene Mangrovenarten, an Sandstränden eher Kräuter und Sträucher

-In der Trockenzone, die flächenmäßig die größte Zone ist wachsen vor allem Pflanzen mit einem tiefreichendem Wurzelsystem oder Laubabwurf in der Trockenzeit. Typische Pflanzen sind: Galápagos-Säulenkakteen, Lavakakteen, Balsambäume,...

Die Trockenzone wird auch aride Zone genannt und reicht bis 100m
-Übergangszone: Hier findet man sowohl trockne, als auch feuchte Klimabedingungen. In dieser Mischzone werden die Trockenpflanzen allmählich von immergrünen Arten abgelöst wie Gräsern, Farnen, Korallenbäumen, Galápagos-Guaven, Lebermoosen, Bartflechten,...

- In der Scalesia-Zone findet man ein üppiges Pflanzenwachstum vor. Der Boden ist außerordentlich fruchtbar.

- Durch die Eingriffe des Menschen in die Natur ist die Braune Zone fast vollständig verschwunden. Nur im Norden von Santa Cruz findet man noch Überreste davon.

- Die Pampa-Zone beginnt ab 550m. Hier fehlen Sträuchern und Bäumen. Diese feuchteste aller Zonen ist ein Ort für Farne, Gräser,  Moose und Baumfarne, die über 3 Meter hoch werden.

 

Nun aber zu den Schildkröten:

Die auf Galapagos vorkommenden Riesenschildkröten gehören alle zu Art Chelonoidis nigra. Wahrscheinlich kamen sie auf Treibholz, also auf einem natürlichen Floß, auf das Archipel. Im laufe der Zeit haben sich 14 Unterarten entwickelt.

Die Riesenschildkröten können über 150 Jahre alt werden und wiegen bis zu 300kg. Die Geschlechtsreife tritt mit ungefähr 20 Jahren ein. Die Weibchen suchen trockenere Gebiete auf um ihre 2-20 tennisballgroßen Eier abzulegen. Nach 4-8 Monaten schlüpfen die Jungtiere, die für Reiher und Bussarde einen Leckerbissen darstellen.

Auf der Insel Santa Cruz gibt es eine Schutzstation für die Riesenschildkröten, die Charles Darwin Station. Diese schützt und beobachtet die Schildkröten und betreibt  naturschutzorientierte Forschungsprojekte auf Galapagos.